Schloss Sanssouci

Schloss Sanssouci
Schloss Sanssouci
Das Schloss Sanssouci, die Sommerresidenz Friedrichs des Großen, wurde von dem Freund und Architekten Georg Wenzeslaus von Knobelsdorff (1699 bis 1753) nach den Vorstellungen des Königs erbaut. Das Schloss ist ein kleines, ganz auf die privaten Bedürfnisse des Königs zugeschnittenes Haus. Wie die französischen »maison de plaisance« (Lustschlößchen) ist es eingeschossig, mit dem Garten durch hohe Fenstertüren verbunden, hat nur eine geringe Anzahl von Räumen und erhebt ganz im Sinne der Aufklärung keinen repräsentativen Anspruch. Während der Ehrenhof einen zurückhaltenden, klassisch ernsten Eindruck erweckt, zeigt sich die Gartenfront in heiterstem Rokoko. Die Fassade wird von üppigen Figuren des Bildhauers Friedrich Christian Glume (1714 bis 1752) bevölkert, die als Begleiter des Weingottes Bacchus den Bezug zum Weinberg herstellen. Die Innenräume sind Höhepunkte der Raumkunst des 18. Jahrhunderts. Die besondere Ausprägung des Rokoko unter dem Einfluß Friedrichs des Großen führte zu dem Begriff friderizianisches Rokoko. Der Name ist von dem französischen »rocaille«, zu deutsch "Muschelwerk" abgeleitet.
Der von einer Kuppel überwölbte Marmorsaal im Zentrum des Schlosses wirkt durch die Verwendung des edlen Materials und die klassischen Säulen kühler und zurückhaltender als die übrigen Räume der Königswohnung. Hier hielt Friedrich der Große seine berühmt gewordenen Tafelrunden ab.

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