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Friedrich Wilhelm III. kaufte 1825 das Gelände
südwestlich des Parkes Sanssouci für den Kronprinzen Friedrich Wilhelm
(IV.) nach dessen Heirat mit Elisabeth von Bayern. Karl Friedrich
Schinkel (1781 bis 1841) bekam den Auftrag, das bereits vorhandene
Gutshaus zum Schloß Charlottenhof umzubauen. Es wurde so nach einer
früheren Besitzerin, Charlotte von Gentzkow, benannt. Der Architekt
schuf mit diesem ,,Schloß" eine in allen Teilen bürgerlich anmutende
klassizistische Villa mit biedermeierlich eingerichteten Wohnräumen.
Obwohl die Räume einen so wohnlichen Charakter tragen, hat Friedrich
Wilhelm fast nie hier gelebt.
Peter Joseph Lenne (1789 bis 1866) oblag die Aufgabe, aus dem vorher
landwirtschaftlich genutzten Gelände einen Garten zu zaubern. Er
verwendete die drei Hauptelemente des englischen Landschaftsgartens
Baum, Wiese und Wasser so, daß der Eindruck einer natürlich gewachsenen
Landschaft entsteht. Dabei ist kein Baum, kein Strauch zufällig
an seinem Platz, keine Bodenbewegung des vorher völlig flachen Geländes
ist ohne gestalterische Bedeutung. Durch einen Drive, einen um den
ganzen Parkteil laufenden Weg und durch weite Sichtachsen hat Lenne'
den alten Sanssoucipark mit dem neuen Teil verbunden. Um das Schloß
ist der Garten in eine Ost-West-Achse eingebunden und geometrisch
gestaltet.
Für Friedrich Wilhelm IV. war Charlottenhof ein geistiges Abbild
von Siam, dem ,,Land der Freien" Dementsprechend beinhaltet die
Gestaltung des Schloßbereiches, das Haus mit einbeziehend, eine
Vielzahl philosophischer Momente, die sich dem Betrachter nicht
auf den ersten Blick erschließen können.
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