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Schon von weitem leuchten die vergoldeten Figurengruppen
des Chinesischen Hauses und machen neugierig auf das kleine, märchenhaft
anmutende Gebäude. Es hat in erster Linie eine schmückende Funktion
für diesen Gartenbereich. Darüberhinaus diente es als Hintergrund
kleiner Festlichkeiten. Seine exotische Wirkung erhält das Chinesische
Haus durch die Vermischung von Stilelementen des Rokoko mit fernöstlichen
Einflüssen. Das Interesse der Menschen dieses Zeitalters besonders
an China und dem ostasiatischen Raum, und eine Idealisierung all
dessen, was man dort vermutete, führte zur Herausbildung der "Chinoisenen",
der Chinamode. Ein weiteres Beispiel dieser Stilrichtung ist das
Drachenhaus auf dem Klausberg (1770 von Karl von Gontard), das dem
Winzer des benachbarten Weinberges als Wohnhaus diente. Es wird
heute als Cafe genutzt.
Das Chinesische Haus hat einen kleeblattförmigen Grundriß, mit einem
kreisrunden Saal als Zentrum. Die Kleeblattform ermöglicht eine
Öffnung des Hauses nach allen Seiten in Form von Vorhallen, die
von vergoldeten Palmen aus Sandstein getragen werden. Um diese gruppieren
sich die sitzenden Figuren der tee- bzw. kaffeetrinkenden Chinesen.
Im Inneren findet man eine interessant ausgemalte Kuppel sowie Nachbildungen
der Seidentapeten mit Chinolseriemotiven in den Kabinetten. |