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Park wird, im Gegensatz zum älteren Park von Sanssouci, der "Neue
Garten" genannt. Die gärtnerische Gestaltung dieses Anwesens, in
dem sich bis zum Ende des 18. Jahrhunderts noch zahlreiche Weingärten
befanden, wurde ab 1786 von Friedrich Wilhelm II., dem Neffen und
Nachfolger Friedrich des Großen, in Auftrag gegeben. Die Arbeiten
begannen unter Johann August Eyserbeck (1762 - 1801) und wurden
ab 1815 von Peter Joseph Lennè (1789 - 1866), dem späteren Generaldirektor
der königlich-preußischen Gärten, fortgesetzt. Lennè schuf nach
englischem Vorbild eine Parkanlage mit geschwungenen Wegen, weiten
Grünflächen und natürlichem Baumbewuchs. Die bei der Entstehung
des Neuen Gartens bereits vorhandenen und in die Gestaltung einbezogenen
Gartenhäuser - nach der Farbgestaltung ihrer Fassaden Weißes, Braunes,
Rotes und Grünes Haus genannt - sind bis auf den heutigen Tag erhalten.
Der erste Schloßbau im Neuen Garten war das Marmorpalais am Ufer
des Heiligen Sees, das Friedrich Wilhelm II. in den Jahren 1787
- 1789 nach einem Entwurf des Hofbaumeisters Carl von Gonthard (1731
- 1791) als sein Wohnsitz errichten ließ. Carl Gotthard Langhans
(1732 - 1808), der Erbauer des Brandenburger Tores in Berlin, schuf
daneben die Orangerie (1791 - 1792) und an der Südseite des Heiligen
Sees die Bibliothek in Form einer gotischen Kapelle (1792 - 1794),
in der Friedrich Wilhelm II. ausgewählte französische und deutsche
Literatur beherbergte. Im 19 Jahrhundert nutzten die Angehörigen
des preußischen Königshauses das Marmorpalais als ihren Potsdamer
Wohnsitz. Hier lebten die späteren Kaiser Wilhelm I. (von 1831 bis
1835) und Wilhelm II. (von 1882 bis 1888) mit ihren Familien. Auf
Anordnung des letzten deutschen Kaisers, Wilhelm II., entstand im
Neuen Garten von 1914 bis 1918 das Schloß Cecilienhof welches im
still eines modernen Landhauses erbaut wurde.
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